Schreiben an ungewöhnlichen Orten

am 26. Nov. 2017 im „Stadthaus Ulm“

„Am 26. November haben wir Autoren uns wieder einmal zu einem „Schreiben an ungewöhnlichen Orten“ getroffen. Diesmal war dies im „Stadthaus“ während der Ausstellung „Tiere in Städten“. Dabei entstanden wieder völlig verschiedene und interessante Texte. Unter anderem das nachfolgende Gedicht von mir.“

Ausstellungsraum im November ´17

Ausgestopft hockt mitten ein Biber auf Holz
als würde er nagen am Baumstumpf vor ihm

gelungener Blickfang, weiträumig von
gleichfalls gelungenen Fotos umgeben von

Tieren in Städten welche gelungen verteilt auf
sehr kühle, sehr helle Wände

11/2017  Günter Hess

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In Marzellus‘ Garten

Am 23. September diesen Jahres waren wir zu Fünft in Marzellus‘ Garten unterwegs. Mitten in einem Stück Wald, in dem Teiche, kleine Brücken und zugeschnittene Büsche mit allerlei asiatischen Dekorationen zu einer Einheit verschmelzen, lief die Kreativität auf Hochtouren. Man geht dort keine zwei Schritten, ohne etwas zu entdecken. Sei es eines der hohen Baumhäuser, einen tonnenschwerer Buddha oder eine winzige Laterne, die verlassen an einem Zweig baumelt. Bei all den Bänken, Sitzecken und Pavillons fand jeder von uns ein Plätzchen, an dem er in aller Ruhe schreiben und seine Gedanken treiben lassen konnte. Die entstandenen Texte haben wir im Anschluss noch im Garten besprochen. Erstaunlich, was dieser Garten alles in uns hervorgebracht hat.“ Nicola Giese

 

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Katrin Bölstler

Große Lyrik, entstanden im kleinen Dorf

Hannelore Nussbaum gibt Einblicke in das Leben und Wirken der Dichterin Maria Menz

Dieses Foto entstand am 90. Geburtstag von Maria Menz, die rechts im Bild zu sehen ist. Neben ihr sitzt Hannelore Nussbaum. (Foto: privat)

Oberessendorf sz „Es ist ein Glück, dass Hannelore Nussbaum zu Maria Menz gefunden hat. Ein Glück für uns, die ich die Maria-Menz-Gemeinde nennen möchte“. Diese Zeilen stammen von dem berühmten deutschen Schriftsteller Martin Walser – und sie lassen erahnen, welche besondere Beziehung Walser zu der Dichterin aus Oberessendorf hatte. Geschrieben stehen sie im Vorwort des Buchs „Die offene Tür – Begegnungen mit der Dichterin Maria Menz“. Darin beschreibt die Schussenriederin Hannelore Nussbaum, wie sie Maria Menz kennenlernte und peu à peu zu ihrer engsten Vertrauten wurde. Nussbaum stellt ihr Buch am Sonntag, 11. Juni, ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Oberessendorf vor. Darin gibt sie Einblicke in das Leben der introvertierten Künstlerin, die so lange in Oberessendorf lebte und die trotzdem nur so wenige gut kannten.

Tochter eines Landwirts

Die 1903 geborene Maria Menz war die älteste Tochter eines Landwirts aus Oberessendorf und so wenig für dieses Leben geeignet, wie man es zu dieser Zeit wahrscheinlich sein konnte. Intelligent und scharfsinnig, doch dafür schmal und wenig kräftig – für die harte Arbeit auf einem Hof so gar nicht geschaffen. Eine Laufbahn als Künstlerin stand ihr in jungen Jahren nicht offen. Stattdessen wurde sie Krankenschwester und verbrachte einige Jahre in Berlin, Leipzig und Wangen im Allgäu. 1942 erkannte sie, dass sie diesen Beruf nicht weiter ausüben konnte und kehrte in die Heimat zurück.

Bei ihrer Rückkehr in das gemeinsame Haus der Geschwister fühlte sie sich wie das fünfte Rad am Wagen“, erinnert sich Nussbaum. Maria Menz zog sich zurück in ihre Kammer und verbrachte die Tage mit Schreiben. Erst viele Jahre später wagte sie es, ihre Werke auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 64 Jahre war sie alt, als sie in Wangen im Allgäu beim Literarischen Forum Oberschwaben ihre erste öffentliche Lesung hielt. Aus dieser Zeit ist ein Zitat Walsers überliefert, der damals mit auf dem Podium saß: „Als ich diese Dichterin […] beim Oberschwäbischem Literatur-Forum lesen hörte, dachte ich: endlich einmal Pfingsten.“

Auftritt beim Literarischen Forum

Das Literarische Forum verhalf der Dichterin zum Durchbruch. Ihre Gedichte und Texte fanden große Anerkennung, erste Gedichtbände erschienen. Viele Preise und Auszeichnungen folgten, unter anderem der Johann-Peter-Hebel-Preis und das Bundesverdienstkreuz I. Klasse.

Maria Menz und Hannelore Nussbaum lernten sich kennen, als die Dichterin bereits Mitte 80 war. Menz war dafür bekannt, wenig zugänglich zu sein. Zu Hannelore Nussbaum entwickelte sie jedoch eine enge, vertrauensvolle Bindung. Zuerst unterstützte die Schussenriederin die Künstlerin, indem sie Briefe für die ältere Frau abtippte.

Danach übernahm sie schrittweise immer weitere Aufgaben, kochte manchmal aushilfsweise und übernahm Botengänge. Nussbaum bekam so Einblicke in das Leben von Maria Menz, wie sonst wahrscheinlich niemand. Sie erlebte, wie die drei so unterschiedlichen Schwestern Beta, Josephine und Maria miteinander umgingen und bekam die neuen Gedichte als erste zu sehen. Trotz dieser großen Vertrautheit blieben die Frauen jedoch immer beim „Sie“. „Es wäre mir nie in den Sinn gekommen, Maria Menz zu duzen, denn sie war für mich ein Idol und ein großes Vorbild“, erklärt Hannelore Nussbaum.

Acht Jahre zusammen verbracht

 

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Schreiben an ungewöhnlichen Orten auf dem Alten Friedhof

Wir waren zu Neunt, als wir uns zum Schreiben an ungewöhnlichen Orten“ auf dem Alten Friedhof hinter der Georgskirche trafen. Nach kurzer Begrüßung durch Dietmar verteilten wir uns im Park zum Schreiben. Es war erstaunlich wie unterschiedlich die Texte waren die entstanden sind. Wir hatten nicht nur Spass beim Schreiben, sondern auch beim anschließenden vorlesen der Texte in der Pause, die wir im Rosenkaffee abhielten. Nach reger Diskussion und vielen Ideen machten wir uns nochmal auf zum Alten Friedhof. Dieses Mal mit Open End. Ich bin mir nicht sicher, ob nicht noch jemand dort sitzt und schreibt 🙂

Doris Tremp

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Tag der offenen Ohren

Tag der offenen Ohren“ in der Stadtbücherei Ulm

Einen spannenden Samstagvormittag verbrachten die Ulmer Autoren mit interessierten Schreibenden aus der Region in der Stadtbücherei Ulm. Von 10.00 – 13.00 Uhr konnten am Schreiben Interessierte vier Mitgliedern der Ulmer Autoren ihre Texte vorstellen. Sie bekamen professionelle Rückmeldungen und Tipps rund ums Schreiben.

Das Angebot wurde rege angenommen und die Idee wurde von den Gästen sehr gelobt.

Diese stellten ihr Texte, Lyrik und Prosa, vor. Die Texte wurden gemeinsam besprochen und einige der Interessierten beabsichtigen in den kommenden Werkstattgesprächen der Ulmer Autoren tiefer einzusteigen.

Die Werkstattgespräche finden jeweils am ersten Freitag im Monat von 18.30 bis 21.00 Uhr im Haus der Begegnung statt.

Die Premiere der Veranstaltung war so erfolgreich, dass es angedacht ist, diese als festen Programmpunkt in der Bibliothek Ulm zu etablieren.

Das nächste Mal findet die Veranstaltung in der Stadtbücherei Neu-Ulm am 18. November von 10.00 – 13.00 Uhr statt.

Interessierte sind jederzeit zu den Werkstattgesprächen herzlich willkommen.

Der Vorstand der Ulmer Autoren

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